ThyssenKrupp VDM in Bärenstein
Warmwalzgerüst im Jahr 1950
Kaltwalzgerüst im Jahr 1952
Duo Bandwalzwerk im Jahr 1954
Freiformschmieden im Jahr 1955
Duo Reversiergerüst im Jahr 1955

Outokumpu VDM - Mehr als 80 Jahre Ihr Partner

Die ThyssenKrupp VDM blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Unter der Führung der Metallgesellschaft fanden sich 1930 zahlreiche mittelständische Familienunternehmen, wie die 1853 gegründete Carl Berg in Werdohl-Eveking, die 1869 entstandene Basse & Selve in Altena, sowie die C. Heckmann AG in Duisburg zur Vereinigten Deutschen Metallwerke AG zusammen. Das so entstandene Unternehmen war ein Nichteisen-Halbzeughersteller mit großer Produkt- und Legierungsbreite. Der Produktschwerpunkt lag zunächst auf Kupfer und Messing, später kamen verstärkt Aluminium, Edelstahl und Nickelbasislegierungen hinzu. Der Firmensitz befand sich viele Jahre lang in Frankfurt, Produktionsstandorte gab es unter anderem in Altena und Werdohl, Duisburg, Köln, Nürnberg und Frankfurt. Heute ist die VDM als ThyssenKrupp VDM GmbH mit Sitz in Werdohl ein international führendes Unternehmen in der Herstellung und dem Vertrieb von Nickellegierungen und Titan.

Globalisierung in den 80er Jahren

Seit Ende der siebziger Jahre und dem Beginn der Globalisierung des Geschäftes hat sich die ThyssenKrupp VDM erfolgreich auf die Entwicklung von Nickellegierungen konzentriert. Von Beginn an unterhielt die Metallgesellschaft mit ihrem Metalllabor eine sehr erfolgreiche Werkstoff-Forschung und Produktentwicklung. Die eigene Entwicklung von Nickellegierungen, die Eigenschaften wie hohe Hitze- und Korrosionsbeständigkeit gegen die unterschiedlichsten Medien aufweisen und sowohl in der chemischen Industrie, dem modernen Apparatebau, der Energie, der Offshore-Technik und anderen Bereichen eingesetzt werden, war für VDM die Chance, sich durch Konzentration auf die Kernkompetenz Schmelzen und Gießen mit weltweitem Vertrieb zu einem erfolgreichen am Weltmarkt führenden Spezialanbieter zu wandeln. Das geschah im Verlauf der achtziger Jahre, einhergehend mit der Einrichtung und dem Ausbau von Vertriebsgesellschaften, zum Beispiel in Asien. In den Vereinigten Staaten war VDM schon seit dem Beginn der siebziger Jahre vertreten. 1988/89 übernahm die damalige Krupp Stahl AG zunächst ein Drittel und später das ganze Unternehmen. Krupp Stahl hatte damit ein global aufgestelltes Unternehmen gekauft, dessen Hochleistungswerkstoffe weltweit eingesetzt wurden.

Aufbau eines Standbeins in den USA

Mit der Übernahme der Precision Rolled Products (PRP) mit Produktionsstandorten in Florham Park (New Jersey) und Reno (Nevada) gelang es der ThyssenKrupp VDM, sich Zugang zum bedeutendsten Markt der Flugzeugindustrie, den Vereinigten Staaten von Amerika, zu verschaffen. Die heutige ThyssenKrupp VDM USA ist auf die Erschmelzung und Weiterverarbeitung von Langprodukten in hochlegierten Werkstoffen für nicht rotierende Teile in der Luftfahrtindustrie spezialisiert. Darüber hinaus werden die Marktsegmente Anlagenbau und Ölfeldausrüstung bedient. Das besondere Know-how besteht in der Vakuum- und Umschmelztechnologie und in der Vielfalt der Formgebung und Bearbeitung des Vormaterials. Entsprechende Zulassungen der führenden Turbinenhersteller sind vorhanden.

Ein weiterer und konsequenter Schritt war anschließend die Weiterentwicklung der VIM-Technologie (Vacuum Induction Melting) im Werk Unna. Die stationäre Gasturbine, rotierende Teile für die fliegende Turbine, hoch permeable Nickeleisenlegierungen, die Stabilisierung von einschluss- und seigerungsfreien Nickellegierungen, sind heute interessante und qualitätssichernde Anwendungsfelder, genauso wie die Automobilindustrie, die Rauchgasentschwefelung (REA) und die Elektrotechnik.

Zusammenlegung der Nickel und Titan-Aktivitäten

Seit dem 1. Oktober 2009 hat die ThyssenKrupp VDM die Aktivitäten der ThyssenKrupp Titanium übernommen. Die Geschichte der Titan-Produktion bei Thyssen und Krupp beginnt mit jeweils eigenen Gesellschaften bei beiden Konzernen und den Klöckner Schmiedewerken, die im Jahr 1988 fusioniert wurden zur Deutschen Titan. 1999 wurde die Deutsche Titan dann der in Italien ansässigen Titania S.p.A. als Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni zugeordnet.

Im Jahr 2007 wurden die Gesellschaften umbenannt, es entstand die ThyssenKrupp Titanium, deren Aktivitäten im Oktober 2009 mit denen der ThyssenKrupp VDM zusammen gelegt wurden.

Wussten Sie schon?

Das Kürzel VDM ist ein Überbleibsel der Entstehungsgeschichte des Unternehmens und basiert auf dem Zusammenschluss 
verschiedener Gesellschaften zur Vereinigten Deutschen Metallwerke AG in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.


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