Praktikum bei der Outokumpu VDM GmbH - Erfahrungsbericht von Peter Maas

Durch einen sehr interessanten Artikel in der VDI-Mitgliederzeitung „Konstruktion“ über den Einsatz von Hochtemperaturwerkstoffen im Automobilbau, wurde ich auf die Outokumpu VDM GmbH aufmerksam. Meine Bewerbung um ein dreimonatiges Fachpraktikum, wie es im Rahmen meines Maschinenbaustudiums an der RWTH Aachen (Vertiefungsrichtung Werkstofftechnik) vorgesehen ist, war von Erfolg gekrönt und ich begann im Dezember 2007 in der Abteilung Forschung und Entwicklung.

Ich arbeitete an einem Projekt mit, dessen Ziel es war, einen hochkorrosionsfesten Nickelbasiswerkstoff gemäß speziellen Kundenanforderungen zu qualifizieren. Ich stellte unter anderem Daten aus vergangenen Untersuchungsreihen zusammen, woraus die Einflüsse verschiedenster Parameter aus der gesamten Fertigungskette, d.h. der Erschmelzung über die Umformung bis hin zur Laboruntersuchung, erkennbar wurden. Auf Basis dieser Untersuchung wurden dann einzelne Parameter angepasst und deren Auswirkung untersucht.

Meine Aufgaben ermöglichten es mir, die verschiedensten Bereiche der Halbzeugfertigung kennen zu lernen. Da es sich bei den von der Outokumpu VDM GmbH hergestellten Werkstoffen um hochkomplizierte High-Tech-Legierungen handelt, gab es in jedem dieser Bereiche unglaublich viel zu lernen. Dabei waren die Mitarbeiter – sowohl der Forschung und Entwicklung als auch der Fertigung und des Labors – mir gegenüber immer sehr freundlich und haben sich Zeit genommen, Fragen zu beantworten und mir Zusammenhänge zu erklären. Themen wie Kosten-Nutzen-Analysen, Projektplanung, Arbeitssicherheit und Mitarbeitermotivation sind Dinge, die im studentischen Alltag eher keine Rolle spielen, im betrieblichen Umfeld aber bedacht werden müssen. Als besonders angenehm empfand ich, dass die Zusammenarbeit „auf gleicher Augenhöhe“ stattfand und meine Arbeitsergebnisse und Vorschläge ernst genommen wurden, wodurch ich mich sehr schnell als Teil des Teams fühlte. Besuche im VDM eigenen Schmelz- und Schmiedewerk sowie einer Auftrags-schmiede in Slowenien sorgten dafür, dass neben der sehr interessanten theoretischen Arbeit auch die praktische Seite nicht zu kurz kam.

Da mir mein Praktikum so gut gefallen hatte, habe ich einige Monate später noch ein weiteres Praktikum in der Abteilung Forschung und Entwicklung durchgeführt.

Seit 2009 arbeitet Herr Maas an seiner Doktorarbeit am Fraunhofer Institut in Freiburg. Die Forschungsarbeiten werden von Outokumpu VDM finanziert.

Im April 2012 wurde ich in das Traineeprogramm von VDM übernommen und bin in der Abteilung Forschung & Entwicklung zuständig für Umformsimulationen.

Zur Person

Peter Maas,
31 Jahre

Dipl. Ing. Maschinenbau

Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik
Freiburg


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