
Vor Beginn meiner Ausbildung habe ich meine Fachhochschulreife der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung am Berufskolleg in Unna erlangt. Während dieser Zeit, wurde mir schnell klar, dass eine kaufmännische Ausbildung für mich nicht in Frage kommt, da mir das handwerkliche Arbeiten mehr liegt.
Durch meinen Nachbar- und Bekanntenkreis, unter anderem Mitarbeiter der ThyssenKrupp VDM GmbH, habe ich viele Informationen über das Unternehmen und der einzelnen Berufe der Metallindustrie erhalten. Des Weiteren war die ThyssenKrupp VDM ohnehin eine große Option für mich, zumal es ein weltweit großer Konzern ist, der durch gute Aufstiegsmöglichkeiten und die Vielfalt der Ausbildungsberufe überzeugt. Demnach stand für mich relativ schnell fest, dass ich mich bei VDM für den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers bewerben werde.
Daraufhin wurde ich zum Einstellungstest eingeladen, der erfolgreich ausfiel und anschließend das erhoffte Vorstellungsgespräch mit sich zog. Trotz großer Nervosität und einigen Unsicherheiten während des Gesprächs, erhielt ich einige Zeit später den erhofften Anruf mit der positiven Nachricht, meine Ausbildung am 1. August 2008 bei der ThyssenKrupp VDM GmbH beginnen zu dürfen. Nach ein paar Wochen des langen Wartens konnte ich nun endlich zum 01.08.2008 meine Ausbildung zum Industriemechaniker beginnen.
Der Anfang meiner Ausbildung konnte natürlich nicht besser beginnen als mit den 5 Einführungstagen die wir zusammen am Sorpesee verbrachten. Bei diesen Einführungstagen waren alle Auszubildenden, die ab dem 01.08.2008 ihre Ausbildung begonnen hatten, mit dabei. Unter anderem haben auch zwei Azubis aus dem 3. Lehrjahr, die uns betreuten und natürlich unsere Ausbilder, Herr Jens Echterhage und Herr Gustav Grennigloh, an der Fahrt teilgenommen. Während dieser Zeit hatten wir die Chance uns besser kennenzulernen, was später zu einem echt positiven Arbeitsklima in der Ausbildungswerkstatt führte. Letzten Endes besichtigten wir die jeweiligen Standorte der ThyssenKrupp VDM in Werdohl, Altena und Unna, wo uns verschiedene Verarbeitungs- und Herstellungsverfahren gezeigt worden sind.
Nach der Einführung begann dann auch schon die Ausbildung in der Ausbildungswerkstatt der ThyssenKrupp VDM GmbH. Dort wurden uns unsere Werkbänke zugewiesen, worauf wir später unsere Sicherheitsschuhe erhielten und eine Anprobe unserer jeweiligen Arbeitskleidung hatten.
Anschließend bekamen wir einen Ordner mit Arbeitsplänen, mehreren Zeichnungen und Allgemeinen Hinweisen für die Fertigung eines Handhabungsgerätes, was zum Grundbestandteil während der Ausbildung des Industriemechanikers gehört. Wir erlernten unter anderem die Fähigkeiten wie Feilen, Bohren, Drehen und Fräsen, die wir für die Fertigung des Handhabungsgerätes benötigten. Durch unsere fachkundigen Ausbilder bekamen wir zusätzlichen Werksunterricht, der uns in der Berufsschule des Öfteren einen positiven Vorteil erbracht hatte. Den Zeitraum während des 1.Lehrjahrs verbrachten wir in der Ausbildungswerkstatt.
Nach dem 1.Lehrjahr war es dann soweit: Wir kamen in den Betrieb. Ich persönlich wurde in der Instandhaltung bzw. Schlosserei eingesetzt. In der Schlosserei wurde jeden Morgen jeder Mitarbeiter den bestimmten Abteilungen wie z.B. das Walzwerk, die Drahtfertigung oder dem 20-Rollengerüst etc. zugeordnet. Jedoch gibt es des Öfteren auch einige Reparaturen und allgemeine Wartungen, die an den Anlagen durchzuführen sind. Deswegen ist es für mich ein aufregender Beruf weil er sehr vielseitig und abwechslungsreich gestaltet ist, denn es gibt immer etwas Neues an den Anlagen instand zu setzen, zu verändern oder auszutauschen.
Drei Monate vor unserer Abschlussprüfung Teil 1, wurden wir wieder in der Ausbildungswerkstatt eingesetzt. Dort wurden wir kontinuierlich von unseren fachkundigen Ausbildern für unsere Prüfung vorbereitet. In der Theorie und in der Praxis wurden uns wertvolle Tipps gegeben, verschiedene Übungen durchgeführt und natürlich alle Fragen beantwortet.
Nach der Prüfung sind wir dann wieder in unsere Abteilungen zurückgekehrt. Dank meiner gut abgeschlossenen Abschlussprüfung, hatte ich anschließend die Möglichkeit weiterhin in der Instandhaltung/Schlosserei zu arbeiten.
Ich fühle mich sehr wohl bei der ThyssenKrupp VDM GmbH!